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Warum der Jahreswechsel der beste und schlechteste Zeitpunkt für gute Vorsätze ist [inkl. Anleitung!]

Ziele
geschrieben von Steffi

Na, auch schon die ersten guten Vorsätze fürs neue Jahr erfolgreich selbst sabotiert?

Jedes Jahr, wenn sich dieses dem Ende zuneigt, stehen wir vor dem gleichen Riesenproblem:
Wir sehen unsere Felle davon schwimmen.

 

Was bisher geschah:

“Oh nein, schon wieder ein Jahr vorbei, in dem wir nichts (oder nur Bruchteile) gebacken bekommen haben!”

Der Bauch hängt immer noch über den Gürtel, das Konto knabbert am Kreditrahmen und wir weiterhin an den Chips oder dem schlechten Gewissen, dass wir im Job faul und perspektivlos geworden sind.

Was dieses Mal anders ist:

Also konfrontieren wir uns mit hehren, unrealistischen Zielen, deren Erfüllung der Januar verspricht.

Es fühlt sich aber auch so richtig an, und gut und echt und zum Greifen nahe! Natürlich wird dieses Jahr alles anders!
Endlich!
Schließlich sind wir dieses Mal so richtig entschlossen!

Diese Gedanken kommen meist irgendwann zwischen dem 25. und 31. Dezember.

Was tatsächlich passiert:

Der Plan steht und sobald das Datum aufs neue Jahr springt werden wir es angehen.

Also nicht gleich, weil wir den Sekt Neujahrs-Vorsätze jetzt schon noch austrinken müssen.
Und den Cocktail danach auch. Ist ja schließlich Silvester!
Und wir feiern den Start in ein neues Jahr voller Möglichkeiten und toller Veränderungen!

Ok, am 01. Januar gönnen wir uns noch etwas Schonfrist, katern aus, schieben die letzte Pizza rein und freuen uns auf bessere Zeiten.

Am 02. Januar gehen wir dann doch nicht joggen. Silvester hängt noch etwas in den Knochen und kalt ist es auch. Außerdem hat man ja nicht so viele freie Tage und Entspannung ist auch wichtig.

Soll ich weiter machen?
Brauch ich nicht, denn du weißt eigentlich genau wie es läuft.

Definition „Neujahrsvorsätze“:
aus der aktuellen Frustration heraus, vom Idealbild anderer Menschen getriebene, zum Scheitern vorgesehene, dämliche und überstürzte Ideen, was im neuen Jahr alles anders werden könnte, sollte oder müsste.

Steffi Losert, Welt der Chancen

 

Warum der Jahreswechsel der beste und schlechteste Zeitpunkt für gute Vorsätze ist

 

Neujahr ist der denkbar schlechteste Zeitpunkt für gute Vorsätze.

Wie oben erwähnt überrollt uns regelmäßig die Welle der schlechten Gewissen zu allen möglichen Dingen, die schief laufen. Nicht nur vereinzelt, wie unter dem Jahr auch; nein wir machens wie der Buchhalter und ziehen zum Ende des Jahres Bilanz.

Radikal, brutal, allumfassend.

Das einzige, was uns dann einfällt ist eine ebenso radikale Veränderung mit radikalem Zeitplan.

„Oh mein Gott, das neue Jahr naht, ich muss was ändern, endlich muss alles besser werden! Reich und glücklich und gesünder und viel schlanker muss ich werden!“

Entspann dich mal!Vorsätze begraben

Glaubst du wirklich, das klappt jetzt so von heute auf morgen, wo es schon seit Jahren schief läuft?

Spätestens Mitte Februar wirst du frustriert auf die letzten eineinhalb Monate zurückschauen, dich für einen Versager halten und alle Hoffnung darauf, es könnte jemals besser werden, mit einer Flasche Wodka und fünf Brownies heulend unterm Sofa begraben.

Na ehrlich, war doch letztes Jahr schon die gleiche Nummer. Musst nur mal unters Sofa schauen und dort wirst du die guten Vorsätze der letzten Jahre finden.

 

Veränderungen sind ein Prozess, sie passieren nicht am 01.01.

Auch nicht am 10.05. oder 27.07.

Meistens brauchen wir einen Auslöser, einen großen Knall oder die ultimative Inspiration.
Manchmal ist es ein Ereignis; der Knall wenn die Frustrationsmauer bricht.
Manchmal ist der Knall aber nur ein kleiner Klick im Kopf, der, nachdem du dich vorher ausgiebig mit Gedanken zu deiner Veränderung beschäftigt hast, die Umsetzung des Vorsatzes einläutet.

Der Klick sagt dir, es ist so weit.

Der Klick kommt selten an Silvester. Vor allem nicht wenn du zuvor dein Leben vor dich hingefrustet hast und dir nie ernsthaft Gedanken gemacht hast, was tatsächlich schief läuft.

Dieses an Silvester schockartig hervorgerufene Gefühl, alles sei furchtbar und MUSS nächstes Jahr besser werden versetzt dich höchsten in eine Schockstarre. Kein Mensch schafft es, ohne sich ernsthaft Gedanken gemacht zu haben, fünf Sachen auf einmal und sofort zu ändern.

Wie du Vorsätze und Veränderungen sinnvoll angehen kannst, folgt weiter unten!

 

Neujahr ist ebenso der denkbar beste Zeitpunkt für gute Vorsätze.

Wir übernehmen einen wichtigen Punkt aus dem oberen Absatz: Entspann dich mal!
Seit ich denken kann empfinde ich die Zeit zwischen den Jahren als besonders ruhig. Es steht nichts an. Alle haben Ferien, Urlaub. Geschäfte sind oft geschlossen. Keine Termine.
Ein wunderbarer Zeitpunkt um den Kopf frei zu kriegen.
Wirklich erstmal komplett leeren.

Alle Sorgen und Alltagsprobleme aussperren.

Durchatmen.
Und dann allmählich klar Schiff machen im Oberstübchen.

Nach der geistigen Entspannung und dem Abstand zu den eigenen Nöten siehst du so einiges viel klarer.

Jetzt kannst du strukturierter an die „guten Vorsätze“ rangehen.

Mach dir die einzelnen Punkte klar, die dich belasten, priorisiere sie und schmiede einen Plan.

Du kannst Neujahr als psychologischen Neuanfang nutzen. Das heißt nicht, dass du dich am 01.01. in die Umsetzung aller Ideen stürzen sollst. Wahrscheinlich bist du nämlich noch nicht so weit. Wenn du ernsthaft etwas ändern möchtest, muss der besagte Plan gereift und durchdacht sein – nicht von heute auf morgen überstürzt und von der falschen Motivation getrieben dahingestümpert sein.

Neujahr kann einen Wendepunkt in deinem Denken markieren. Sei bewusster. Erkläre das neue Jahr zur Plattform deiner Ziele.

3 Überlegungen zu guten Vorsätzen:

Warum fürs neue Jahr?

Weil sich mal wieder so einiges an Problemen und Unzufriedenheiten im Laufe des letzten Jahres angesammelt hat.
Gut, dass du das erkannt hast! Gut, dass es dich so sehr stört, dass du etwas ändern möchtest.

Warum jetzt auf einmal?

Warum nicht?

Ist doch super, dass du dir einen Zeitpunkt gesetzt hast, zu dem du mit Überlegungen und durchdachten Plänen neue Ziele erreichen möchtest.
Solange der 01.01. dich nicht nur unter Druck setzt, weil es das magische Datum der guten Vorsätze ist, ist es genau so gut wie jedes andere Datum.
Zeit für Vorsätze

 

 

 

Richtig. Jedes Datum ist für den Beginn deiner Veränderungen geeignet, solange es nicht länger als drei Tage in der Zukunft liegt. Wenn du den Entschluss gefasst hast etwas zu ändern oder Ziele zu erreichen, dann beginne sofort damit. Nicht unbedingt mit der Umsetzung. Aber mit Strukturierungen, konkreten Überlegungen und Plänen.

 

Warum so unpräzise?

Mehr Sport machen, gesünder ernähren, weniger Geld ausgeben, weniger Fernsehen, weniger Alkohol, neuer Job…

Was passiert, wenn du dir vornimmst mehr Sport zu machen? Gar nichts.

Ich habs mir auch vorgenommen. Und mich am 22.12. direkt für ein Bootcamp angemeldet. (Das startet erst am 12.01., ich hab also noch keine Ahnung ob ichs empfehlen kann, aber die Idee ist super: acht Wochen lang, zweimal die Woche bei jedem Wetter draußen Zirkeltraining machen, bezahlt im Voraus, Absagen wird teuer. Wen es interessiert: original-bootcamp.com UPDATE: ich bin ernsthaft richtig begeistert, hab mich schon zum zweiten Camp angemeldet und richtig Fortschritte gemacht!).

Du musst wissen, was genau du erreichen willst, wie du das machen wirst und das ganze sofort in die Wege leiten!

 

3 Tipps, damit aus den guten Vorsätzen (wann auch immer getroffen) auch wirklich was wird

 

1. Du musst deine Ziele konkret kennen und aufschreiben:

♦  Schreib auf, was genau dein Vorhaben ist. (abnehmen, sparsamer sein, neuen Job finden,…)

♦  Wenn es mehrere Vorsätze sind, setze Prioritäten. (Sind es zu viele hilft dir die Prioritätenliste zu entscheiden, was nacheinander kommt. Aber nicht selbst bescheißen: man kann sich sowohl gleichzeitig um einen neuen Job bemühen als auch abnehmen!)

♦  Große Ziele zerteilst du in Teilziele. (60kg abnehmen: wieviel bis Ende Januar, Februar, etc.; 15.000,- Euro Schulden abbauen: Schuldnerberatung, Privatinsolvenz, Übersicht Ausgaben aufstellen; Traumjob finden: Ansprüche an Job definieren, evtl. Weiterbildungen,…)

♦  Formuliere daraus ganz konkrete (Teil-)Ziele. (5 kg abnehmen, 150,- Euro weniger ausgeben, Traumjob finden)

 

2. Deine Ziele müssen folgende Kriterien erfüllen:

♦  Die Ziele müssen eine Deadline haben. (bis zum 10.02. 5kg runter; am 31.01. noch 150,- auf dem Konto haben, bis zum 30.01. Traumjob definiert haben und 10 passende Unternehmen/Stellen recherchiert haben)

♦  Die Ziele sollen dich fordern aber machbar sein. (bei 180kg sind 5kg pro Jahr zu wenig; Ausgaben im Monat auf 20,- Euro beschränken ist zu heftig; am 30.01. CEO der Deutschen Bank sein ist auch eher unrealistisch.)

♦  Die Ziele müssen nachprüfbar/messbar sein. (Gewicht, wieder in Lieblingshose passen; Sparkonto, versandte Bewerbungen…)

 

3. Vom Ziel zur Umsetzung:

♦  Entwerfe für jedes Ziel einen konkreten Umsetzungsplan (Gewicht: Weight Watchers beitreten, täglich kochen; beim Discounter kaufen, maximal 50 Euro im Monat für Shopping; ausformulieren, was du von deinem neuen Job erwartest)

♦  Du fängst an, sobald du die Ziele formuliert hast. Entweder mit Vorbereitungen oder Teilzielen. (Die 72-Stunden-Regel besagt nämlich: Bei Allem, was du dir vornimmst und nicht innerhalb von drei Tagen beginnst, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass du es jemals machst auf 1%!)

♦  Du erzählst so vielen Menschen wie möglich davon.

♦  Du suchst dir jemanden, der mitmacht.

 

Und dieses Jahr machst du es richtig!!

 

Ich wünsche dir viel Erfolg und dass du dir dein bestes Jahr erschaffst!!

Bleib achtsam und nutze deine Chancen!
Deine Steffi

Was sind deine echten Vorsätze inklusive Umsetzungsplan? Lass es uns in den Kommentaren wissen.
Vielleicht schreib ich dir ja eine Motivationsmail, wenn ich deine Deadlines kenne 🙂

Diesen Artikel habe ich im Rahmen der Blogparade #drankLEBEN bleiben (#sticktoit) geschrieben, die Yasemin von lebensdurstig.de und Jan von habitgym.de veranstalten. Dort findet ihr bestimmt auch weitere motivierende und inspirierende Beiträge zu dem Thema!

 

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Wer steht hinter Welt der Chancen?

Steffi

Hi, ich bin Steffi, 33, Zukunftsoptimist und sehe, dass sich unsere Welt verändert.
Mit offenen Augen und offenem Geist pick ich mir das Beste für mich raus.
Damit du das auch kannst, schreib ich hier über:
Lebensqualität, Persönlichkeit, Individualisierung, neue Lebensmodelle, neue Werte, Digitalisierung, Arbeit 4.0, …
Da ich seit über acht Jahren als Coach im Bereich Persönlichkeitsentwicklung und Karriere arbeite, habe ich außerdem das ein oder andere Tool parat, um dir den Weg etwas leichter zu machen.

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5 Kommentare

  • Hey Steffi,

    auch von mir ein großes Dank für diesen Artikel und die Teilnahme an unserer Blogparade.

    Dein Artikel hat mich sehr zum schmunzeln und bei deiner Definition von Vorsätzen musste ich laut auflachen. Du hast einen immens amüsanten und daher verständlichen Schreibstil.

    Mir gefällt vor allem, dass du darauf hinweist, dass Veränderung ein Prozess ist und es eben nicht von heute auf morgen geht, aber peu à peu und dass man eben auch regelmäßig überprüfen muss, wie weit man nun ist.

    Danke für diese hilfreiche Anleitung!

    LG, Yasemin aka weltenbewegerin

  • Hallo Steffi,

    Danke für diesen schönen Artikel und die Teilnahme an der Blogparade. Dass du sehr viele Beispiele nennst, anstatt nur auf abstrakter Ebene zu argumentieren, gefällt mir sehr gut.

    Ich wünsche dir neben einem erfolgreichen 2016 auch viel Spaß und Erfolg beim Bootcamp,
    Viele Grüße,
    Jan

    • Freut mich, dass dir der Artikel gefällt.
      Danke auch nochmal für die Einladung zu eurer Blogparade!

      Und auf das Bootcamp bin ich schon seehr gespannt 😉

      Lg
      Steffi