Chancen Lebensqualität

TGIF – Thank God It’s Friday! Ernsthaft?!

TGIF
geschrieben von Steffi

Schmeiß mal bitte dein Kopfkino an:


TGIF Gefängnis
Du stehst in einem Gerichtssaal.
Es ist drückend warm, kein offenes Fenster, das dir das Atmen erleichtern würde. Deine Kleider kleben an deinem verschwitzten Körper. Es sitzen überall Menschen, die dich genau beäugen und darauf warten, dass du zusammenbrichst.

Und niemand, der weiß, dass du unschuldig bist. Ist es Boshaftigkeit oder Strenge, die du in den Augen des Richters zu erkennen meinst? Auf jeden Fall wird er gleich dein Schicksal besiegeln.

Du weißt, dass es nicht lebenslänglich werden wird. Du weißt, dass dir danach noch Zeit bleiben wird, dein Leben zu genießen und zu machen was du willst. Welche Spuren die Strafe hinterlassen wird kannst du noch nicht abschätzen.

Ob du nach der langen Zeit überhaupt weißt, was du noch alles erleben möchtest?

Ob du die Kraft und Lust und Gesundheit dazu haben wirst?

Oder ob du dir die Freiheit nimmst, es dir zuhause gemütlich zu machen, solange vor dem Fernseher zu sitzen und anzuschauen, was du willst?

Alles nicht abzusehen. Aber der funkelnde Punkt am Ende des langen Tunnels wird dich durchhalten lassen.

Du würdest am liebsten einfach weglaufen – raus hier, weg von der Beklemmung, weg von den Zuschauern, weg vom Richter, der alles in der Hand hat.

Aber es geht nicht.

Dann kommt der unabwendbare Richterspruch: 14 Jahre!
14 verdammt lange Jahre. 14 verdammt lange Jahre deiner kostbaren Lebenszeit.

Das musst du dir erstmal vorstellen.
Dass ein Richter oder ein System diese Macht besitzt, dir einfach so diese wertvolle Zeit deines Lebens zu nehmen.

Puuh, ganz schön heftig. Lass uns erstmal durchatmen nach dieser Horrorvorstellung!

Zum Glück bist du nicht in eine solche Situation geschlittert – unschuldig 14 Jahre hergeben zu müssen.

Bist du doch nicht, oder?

Erst recht würdest du keine 14 Jahre Lebenszeit für sinnlose Dinge verschwenden, oder?

WARUM POSTEST DU DANN AUF FACEBOOK „TGIF“??????

4.730.400 Minuten, 78.840 Stunden, 3285 Tage, 9 Jahre

Wenn wir von durchschnittlich 42 Jahren ausgehen, die wir arbeiten werden, mit 40 Stunden in 47 Wochen im Jahr, verbringen wir ganze 9 Jahre, quasi rund um die Uhr, nur in der Arbeit.

Dann musst du da auch noch hinfahren und wieder zurück, du musst dich von der Arbeit erholen und den halben Sonntag darüber aufregen, dass der Trott am Montag von vorne losgeht.

2.628.000 Minuten, 43.800 Stunden, 1825 Tage, 5 Jahre

Überschlagen sind das nochmal 5 Jahre, die du mit Zeit und Frust für deine Arbeit verbringst.
Damit wären wir bei 14 rund-um-die-Uhr-Jahren.

So.
Und jetzt denk mal darüber nach.
Nur nachdenken. Über 14 Jahre vergeudete Zeit.

Lass sämtliche Entschuldigungen weg, wie:

– ich habs mir ja nicht ausgesucht
– irgendwas muss ich ja arbeiten
– bei dem Arbeitsmarkt kann ich froh sein, dass ich überhaupt einen Job hab
– geht doch jedem so
– Arbeit ist nun mal kein Vergnügen
[Liste unendlich verlängerbar]

Dazu komm ich später nochmal.

Nur mal in die Tatsache reinversetzen, was du da eigentlich treibst.

Wie geht’s dir dabei?
Aaah? Hmhmm.. ja, verstehe, ok; kenn ich!
Fazit: Scheiße, ne?

Es kann doch nicht sein, dass du einen Großteil deiner wertvollen Zeit damit verbringst, einer Aufgabe/Arbeit nachzugehen, die du nicht machen möchtest, bei der du froh bist wenn du ihr endlich entfliehen kannst. Ins Wochenende. TGIF – Thank God It`s Friday!

Warum also fieberst du dem Wochenende entgegen? Warum freust du dich am Sonntag nicht auf den Montag?
Tag um Tag um Woche um Jahr..
Natürlich sollst du deine “Freizeit”, das Wochenende genießen. Aber bitte auch die Zeit dazwischen!

Warum hängst du in einer Arbeit fest, die dich offensichtlich nur auslaugt, keinen tieferen Sinn in deinem Leben hat, dich nicht begeistert und die nicht das ist, was du auch noch tun würdest nachdem du im Lotto gewonnen hast?

 

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Was ist mein Lieblings-Psychologenspruch?
„Erst wenn der Leidensdruck zu hoch wird, fangen wir an etwas zu verändern.“

Leider gewöhnen wir uns viel zu leicht an eigentlich untragbare Zustände. Macht die Sache nicht leichter.

Deswegen wollte ich dich (zumindest am Anfang meines Artikels) leiden lassen! Wenn du jetzt weinend an deinem Schreibtisch sitzt oder hysterisch deinem Chef die Kündigung auf den Tisch knallst habe ich mein Ziel erreicht.

Denn dann fängst du an etwas zu ändern.

Der erste wichtige Schritt (also vor der hysterischen Kündigung) besteht immer daraus, dass du dir Gedanken machst, was alles nicht passt.
Und ich hoffe, du bist jetzt soweit, dir diese Gedanken zu machen.

Wie komme ich also aus dem TGIF-Trott raus?

Ich glaube im Großen und Ganzen gibt es 3 Typen von TGIF-Postern:

Typ 1 ist der einzige, der garantiert nichts falsch macht, wenn er kündigt. Jetzt sofort. Schlimmer werden kann es nicht und noch mehr kaputt machen kann er ebenso wenig.

Typ 1 ist so genervt, gestresst oder angeödet von seiner Arbeit, dass es zu einer körperlichen Tortur wird sich in die Arbeit zu schleppen oder morgens überhaupt aufzustehen.

Und nun?
Du musst etwas ändern. Nicht morgen, heute. Setz dich hin (ja, heute, wann denn sonst?), finde raus, was nicht passt, was du eigentlich willst und wie du das am besten umsetzt.

Kannst du mit deinem Chef sprechen? Gibt es eine Option in diesem Unternehmen noch glücklich zu werden? Nein? Such dir einen anderen Arbeitgeber oder mach dich selbständig.

Typ 2 hat halbwegs nette Kollegen, die Arbeit passt schon irgendwie, aber er kommt nicht voran, hat keine Ziele, keine Entwicklungsmöglichkeiten, findet keinen Sinn in seinem Tun, bekommt keine Möglichkeit etwas zu „erschaffen“ und zweifelt, ob das alles das Richtige ist. Er hat Potential, will es auch einsetzen, aber Chef/Firma/… lassen es nicht zu.

Und nun?
Nachdem sich Typ 1 entweder in der Klapse wiederfindet, jemanden umbringt oder tatsächlich etwas ändert ist Typ 2 derjenige, der lange, lange, lange erduldet.

Bist du Typ 2? Dann machs wie Typ 1: setz dich hin, finde raus, was nicht passt, was du eigentlich willst und wie du das am besten umsetzt.

Typ 3 sind Menschen, die arbeiten gehen um ihre Freizeit finanzieren zu können. Ihr Job ist zum Teil nervig, aber sie sind auch nicht zu über- oder unterfordert. Sie haben keinen Anspruch an Weiterentwicklung/Weiterkommen oder dass ein Job mehr sein könnte als Geld verdienen. Ist Genügsamkeit eine Tugend? Oder ist es doch Faulheit?

Und nun?
Ich fänds natürlich riesig, wenn ich hier den einen oder anderen „Typ 3“ zum Überdenken seines Lebenskonzepts bringen würde. Nur haben sie sich meist so sehr mit ihrer Situation arrangiert, dass sie weder leiden noch etwas ändern möchten.

Du bist Typ 3? Bitte mach dir Gedanken, ob du das wirklich über Jahre so weiter durchziehen willst.

 

Was hat dich denn bisher davon abgehalten deine Situation zu verbessern?

Sehr wahrscheinlich hast du dich noch gar nicht wirklich damit auseinandergesetzt, dass du es so viel besser haben könntest.

Oder du nimmst an, dass es etwas ganz normales sei, seine „Arbeitswoche hinter sich zu bringen“. Schließlich macht das ja jeder so, den du kennst.

Dass sogar im Radio nonstop ein Countdown zum Feierabend oder Wochenende gesendet wird, macht diesen Umstand nur noch schlimmer.

Tja, und jetzt komm ich daher und konfrontiere dich mit der Tatsache, dass du deine Lebenszeit verschenkst. Und dass du etwas ändern musst.
Wenn du ehrlich bist, kommen dir jetzt Entschuldigungen/Ausreden/Argumente in den Sinn, warum das alles Blödsinn ist, was ich hier erzähle.

Die Klassiker, die ich immer wieder zu hören bekomme:

„ich habs mir ja nicht ausgesucht“ – nein? Wer dann? Und selbst wenn du es dir nicht ausgesucht hast, bist es jetzt dennoch du, der etwas ändern kann.

„irgendwas muss ich ja arbeiten“ – wieso dann nicht etwas aussuchen, das auch Spaß und Sinn macht, worin du dich auch weiterentwickeln kannst?

„bei dem Arbeitsmarkt kann ich froh sein, dass ich überhaupt einen Job hab“ – Sagt ja auch keiner, dass du ihn gleich aufgeben sollst. Suche intern nach Lösungen für deine Situation. Im Übrigen ist der Arbeitsmarkt nicht so schlecht, wie es propagiert wird.

„geht doch jedem so“ – bist du ein Lemming?

„Arbeit ist nun mal kein Vergnügen“ – sagt wer? Der Lumpensammler von 1830? Der Kohlearbeiter von 1910? Der Fließbandarbeiter von 1966? Das ist ein Ausspruch aus einer Zeit, in der wir nicht frei entscheiden konnten, was wir arbeiten möchten. Die Zeiten haben sich geändert. Ändere dich mit!

 

Klingt gut! Wie geh ich das jetzt an?

1. Wer oder was ist schuld an deiner Situation? Du, die Zuschauer, der Richter/das System?

Schreib eine Liste, was dich wirklich stört: die nervigen Kollegen? Du bist überfordert? Du bist unterfordert? Du langweilst dich? Dein Chef behandelt dich schlecht? Deine Aufgaben machen keinen Spaß? Du siehst keinen Sinn in deinen Aufgaben? Etc…

2. Was willst du eigentlich wirklich machen?

Ich weiß, dass es oft nicht einfach ist das rauzubekommen. Auch hier hilft es wieder viele kleine Punkte aufzuschreiben, die dir im Leben Spaß machen, die dir wichtig sind, die du gut kannst. Je mehr Punkte du aufschreibst umso klarer zeigen sich deine Talente, Werte und Leidenschaften. Die musst du „nur noch“ kombinieren und findest somit eine erfüllende Aufgabe. Lies dazu gerne auch meine Artikel über Stärken und Schwächen und Lebensqualität.
3. Was kannst du ändern?
Wenn dir klar, was genau dich stört und was genau du eigentlich machen möchtest, überleg, wie du diese Dinge ändern kannst:
Sprich mit deinem Chef über Entwicklungsmöglichkeiten, andere Aufgaben, eine andere Abteilung…
Bilde dich nebenher weiter; um entweder etwas ganz neues anzufangen oder in deinem Job neue (gerne auch ganz andere) Aufgaben zu bekommen.
Ein größerer Schritt wäre, deinen Job auf eine Halbtagsstelle zu reduzieren und dich nebenher selbständig zu machen oder ein Online-Business zu gründen – in deinem Herzblut-Thema.

4. Wann gehst du das Ganze an?

Richtig: Heute! 🙂

Also, auf geht’s!

Nimm dir die Zeit, dich mit der wichtigsten Sache überhaupt zu beschäftigen: deiner Lebenszeit.
Denk nach, werde dir klar und handle!

Oder lass dir von mir helfen: in meinem eBook-Kurs führe ich dich Schritt für Schritt durch diese Gedanken und hin zu deiner Veränderung. Solltest du dir anschauen!

Nutze deine Chancen!
Deine Steffi

Und schreib mir in den Kommentaren, warum du TGIF postest.

PS: Lass uns die Welt gemeinsam zum Nachdenken bringen:
Verlinke diesen Artikel unter jeden Facebook- (und ähnliche Plattform-) Post, in dem es um „TGIF“, „Wann is endlich Freitag?“, „…erst Montag“ usw. geht.
Ich werds auf jeden Fall tun 🙂

PPS: über www.chancecompany.de biete ich auch Karrierecoachings an, für alle, die mal durch diese „Gedanken geführt“ werden möchten. Oder eine Bewerbung für den nächsten Job brauchen.

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Wer steht hinter Welt der Chancen?

Steffi

Hi, ich bin Steffi, 33, Zukunftsoptimist und sehe, dass sich unsere Welt verändert.
Mit offenen Augen und offenem Geist pick ich mir das Beste für mich raus.
Damit du das auch kannst, schreib ich hier über:
Lebensqualität, Persönlichkeit, Individualisierung, neue Lebensmodelle, neue Werte, Digitalisierung, Arbeit 4.0, …
Da ich seit über acht Jahren als Coach im Bereich Persönlichkeitsentwicklung und Karriere arbeite, habe ich außerdem das ein oder andere Tool parat, um dir den Weg etwas leichter zu machen.

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6 Kommentare

  • Hallo Steffi

    Es ist schon komisch im Leben, das sich immer dann Türen finden, wenn wir aufhören, an Altem fest zu halten. Ich mochte dieses TGIF noch nie. Ab und an poste ich bewusst Montags Positives.
    Etwas zu ändern ist nicht leicht. Sich mit kleinen Schritten abfinden zu müssen, auch nicht. Aber ich kann bestätigen, das genau das hilft. Ich habe seit kurzen meinen eigenen Blog lucyannwerk.com der mich quasi rettet und mein Licht am Ende des Tunnels ist.
    Das Auseinandersetzen mit dem, was man eigentlich will, hat mich dazu gebracht. Heute habe ich die ersten Verlage angeschrieben und ein Exposé zu meinem ersten Buch verfasst. Ich hoffe, es wird was 😉
    LG Lucy

  • Hey Steffi,

    bin ich gerade froh, dass ich nicht mehr TGIF posten muss. Ich baue mir selbst was auf und poste höchstens noch “Thanks god, the bill is payed”, wenn ein Kunde mal wieder auf sich warten lässt.

    Man muss sich aber wirklich erstmal trauen, seinen eigenen Weg zu gehen…
    LG
    Julia

    • Hi Julia,

      ich freu mich über jeden, der TGIF aus seinem Leben verbannt hat. Klar gibt es auch anderweitig Schwierigkeiten und Steine auf dem Weg.
      Wünsch dir viel Erfolg!
      Lg
      Steffi

  • Liebe Steffi,
    dein Artikel ist toll, den teile ich auch gleich mit meinen Mädels 🙂
    Für mich kam vor einiger Zeit die “Erleuchtung” nach genau so einem Spruch – wie kann man sich schon mittwochs wünschen, dass Wochenende ist, und damit quasi sein halbes Leben wegwünschen, wenn es doch eh schon nur so kurz ist?
    Das war so ein WOW Effekt, den ich auch deinen Lesern wünsche!
    Alles Liebe, Martje

    • Danke, Martje, das freut mich!
      Am Ende meines zweijährigen Angestellten-Daseins hatte ich das Gefühl auch und es hat mich in den Wahnsinn getrieben. Vor allem die Vorstellung, dass das bis zu meinem Rentenalter so weitergehen könnte. Hoffen wir auf die “Erleuchtung” für viele Leser! 🙂
      Lg
      Steffi