Chancen Gesellschaft

Ich schmeiß dann mal mein T-Shirt auf die Straße – Anleitung für neue Perspektiven

neue Perspektive
geschrieben von Steffi

Von Ameisen, Plastiktraktoren und dem Toilettengang mit Licht

Heute machen wir einen kleinen Exkurs in den Umweltschutz. Nicht zu den Greenpeaceaktivisten, die sich an Bäume ketten und Walfänger angreifen. Eine ganz andere Art des Umweltschutzes.

Nicht weil der Blog eine neue Richtung einschlägt, sondern weil ich dir zeigen möchte, dass

  1. die Zukunft nicht der Verdammnis geweiht ist
  2. es andere Lebensmodelle gibt
  3. neue Perspektiven nicht nur dem Umweltschutz weiterhelfen.

 

Wie schlimm steht es um unsere Welt?

Krieg und Frieden

Ich bin Zukunftsoptimist. Nicht im traumtänzerischen Sinne sondern im realistischen.

In den Nachrichten hören wir von Kriegen, Massenflüchtlingslagern, Armut, Hungersnot, Terrorismus, Anschlägen im „sicheren“ Europa, Fremdenhass, Vergewaltigungen, Steinigungen, Folter. Im Grunde hat sich seit dem Mittelalter nichts geändert. Außer dass wir Menschen jetzt mit Drohnen töten.

Wenn man die täglichen Nachrichten liest oder schaut, fällt einem nur schlechtes über die Menschheit ein. Kein Wunder, dass so viele Menschen überlegen, ob sie es überhaupt wagen können, Kinder in so eine furchtbare Welt zu setzen.

Wenn man die heutige Zeit mit allen vorhergegangenen Zeiten vergleicht, leben wir in der besten Welt, die jemals existiert hat. Es gab noch nie so wenig Krieg, so wenig Opfer von Gewalt und eine so gute Versorgung mit Nahrung und Bildung. Ganz zu schweigen von unserem erhabenen Lebensstil in Europa (und anderen westlichen Ländern).

Das macht die bestehenden Konfliktherde auf unserer Welt nicht weniger grausam. Dennoch dürfen wir nicht deprimiert dem Ende der Menschheit entgegensehen. Es ist einfach Fakt, dass es der Menschheit noch nie so gut ging, wie in unserer Zeit. Natürlich fände ich es auch besser, wenn von heute auf morgen der Weltfrieden eintreten würde. Aber darüber muss ich hinwegsehen, da ich die gute Richtung erkenne, in die wir uns entwickeln.

(Mehr dazu steht übrigens auch in meinem eBooklet, das du dir kostenlos zu meinem Newsletter bestellen kannst. Einfach rechts in der Spalte Name und Mail eintragen.)

 

Umweltverschmutzung

Neben der Grausamkeit gegen Menschen gibt es noch die Grausamkeit gegen die Menschheit und alle anderen Spezies auf unserem Planeten zu beklagen. Ein Thema, das tatsächlich erst im 18. Jahrhundert aufgekommen ist, mit der industriellen Revolution. Umweltverschmutzung, Zerstörung der Atmosphäre, dauernde Präsenz von Gift- und Schadstoffen.

Aber auch hier ist eine Lernkurve zu verzeichnen. Wo man sich zu Beginn der industriellen Produktion keinerlei Gedanken über mögliche Auswirkungen auf Mensch und Umwelt gemacht hat, ist man heutzutage sehr bemüht, wieder zu bereinigen, was angerichtet wurde. Emissionskontrolle, Recycling von Müll, energiesparende Produkte, Verbot von Gasen, die der Atmosphäre schaden.

Als gut informierter Mensch wirst du jetzt vielleicht sagen: die Bemühungen sind ja ganz nett, aber die Müllberge werden weiter wachsen, die Verbrennung des Mülls weiterhin die Atmosphäre zerstören, in zwanzig Jahren werden doppelt so viele Autos über unseren Planeten fahren, der stetig ansteigende Bevölkerungswachstum und Konsum sorgt für immer mehr Müll, Chemikalien, Pestizide, etc.

Vollkommen richtig. Unsere Versuche umweltbewusster zu agieren sind zwar gut gemeint, aber höchstens eine mittelfristige Lösung, die den endgültigen Verfall der Erde nur hinauszögert. Das Ende unserer Spezies ist abzusehen.

Ich kann und will das nicht glauben. Nicht aus Trotz oder einem Gefühl der Machtlosigkeit heraus. Sondern weil ich lieber jemand bin, der nach Lösungsmöglichkeiten sucht, sich informiert, Wissen über (technologische, wissenschaftliche) Möglichkeiten miteinbezieht und ein Problem aus einem anderen Eck beleuchtet.

Und siehe da, ich bin über ein Prinzip gestolpert, dass die ganze Thematik vollkommen anders aufrollt.

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Ist Recycling wirklich eine Lösung?

Momentan läuft es ja so, dass wir unzählige Dinge produzieren und anschließend schauen, wie wir sie am sinnvollsten recyceln können.

Recycling klingt nach Umweltschutz. Und mangels Alternativen ist es auch wichtig, dass wir diesen betreiben. Es sollte einem aber klar sein, dass zum Beispiel eine PET-Flasche nur zu ungefähr 30 Prozent recycelt wird.

Die Flasche wird zu Granulat zermahlen, aus dem eine neue Flasche entstehen kann. Da das aufbereitete Granulat aber nicht so hochwertig ist wie neues und damit keine „glasklare“ Flasche geschaffen werden kann, wird bei jeder neuen Flasche ca. 70% neues (also nicht aus dem Recycling stammendes) Granulat beigesetzt. Wohl doch nicht so effektiv.

Zusätzlich werden Energie und Rohstoffe in großen Mengen benötigt um diesen Recyclingprozess zu durchlaufen.

Der Rest, der nicht wiederverwertet werden kann, wird entweder an China exportiert (Energie für Transport,…), oder dient als Befeuerung für Müllverbrennungsanlagen. Apropos Müllverbrennung. Ich muss jetzt nicht die Infos aus dem Chemieunterricht zum Thema „giftige Stoffe in unsere Atmosphäre pumpen“ wiederholen.

 

Nochmal, damit du das nicht falsch verstehst: Recycling ist gut und wichtig! Zumindest momentan, da wir noch in diesem System hängen und keine anderen Lösungen haben.

Es gibt mittlerweile neue chemische Verfahren, die (angeblich) 100% der PET-Flaschen wiederverwerten können. Aber mit genauso großem Einsatz von Energie und Ressourcen.

Guter Versuch, aber langfristig immer noch nicht optimal. PET-Flaschen sind auch nur ein Beispiel von abertausenden.

neue Perspektive - RecyclingWas passiert mit deinem alten Sofa? Deinen alten Schuhen? Dem alten Kinderspielzeug? Büchern? Wenn du jetzt die Altkleidersammlung oder den Flohmarkt im Kopf hast, dann denk den Gedanken mal einige Jahre weiter. Dein Polyamid-T-Shirt wird zwar einem mittellosen Menschen gespendet, aber was passiert danach? Über den Plastiktraktor freut sich ein anderes Kind. Vielleicht freut sich danach auch noch dessen Kind. Aber irgendwann wird der Traktor unweigerlich zu Müll werden. Alles nur kurz- bis mittelfristige Lösungen.

 

Wieso denn jetzt Ameisen??

Ameisen sind zwar sehr viel kleiner als Menschen, aber alle Ameisen der Erde zusammengerechnet haben mehr Biomasse als 7 Milliarden Menschen. Sie nehmen also mehr Lebensraum in Anspruch als wir.

Hast du letzt in der Süddeutschen den Artikel über die Probleme zur Überbevölkerung bei Ameisen gelesen? Und den damit einhergehenden Müllproblemen? Nein? Ich auch nicht. Den Artikel gabs selbstverständlich nicht 😉

Ich schreibe „selbstverständlich“ weil es sich ulkig anhört. Ameisen und Müllprobleme!

Aber wenn wir mal genauer hinschauen stellt sich die Frage: Wieso haben sie diese Probleme nicht?

Klar, sie produzieren keine Autos, T-Shirts oder bauen Betonhäuser. Sie haben auch nicht unsere (Konsum-)Bedürfnisse.

neue Perspektive - AmeisenhügelAuf die kleine Ameisenwelt heruntergebrochen tun sie jedoch das gleiche. Sie bauen abgefahren komplizierte Häuser, haben ausgeklügelte Transportwege, halten Nutztiere, züchten Pflanzen, nutzen Ressourcen zur Ernährung oder zum Hausbau.

Natürlich denken Ameisen nicht so komplex wie wir Menschen, weswegen ihnen nie in den Sinn kam, Dinge industriell herzustellen. Wie alle anderen Lebewesen (außer dem Menschen) nutzen sie die natürlichen Gegebenheiten, nehmen etwas aus der Natur, verwerten es und geben es in ebenso bereichernder Form der Natur zurück.

 

Wechseln wir die Perspektive

Und genau an dieser Stelle setzt die erwähnte neue Perspektive an.

Bei diesem Ansatz geht es nicht darum, die vorhandenen Produkte zu recyceln, was ja nur ein Aufschieben des Problems bedeutet.

Es geht darum, Produkte von vorneherein so zu konzipieren, dass sie auch nach ihrem Gebrauch noch einen Sinn haben. Dass sie somit niemals zu Abfall werden. Ein T-Shirt sollte so designt werden, dass es einfach in den Garten geworfen werden könnte und dort zerfällt. Also vollkommen biologisch abbaubar ist. Es würde die Pflanzen im Garten düngen.

Oder anstatt sich darauf zu konzentrieren, Autos mit möglichst wenig Emission und geringem Treibstoffverbrauch zu entwickeln, sollte das Auto etwas „ausscheiden“, was der Umwelt nützt. Ich führ das jetzt nicht aus, weil die chemischen Details dich und mich langweilen würden. Aber wir könnten so etwas entwickeln! Wenn wir uns nicht von der alten Vorstellung gefangen halten ließen, dass Müll und Emission reduziert werden müssten. Eine Gleichung, die niemals vollends aufgehen wird.

Oder wir sollten Häuser bauen, die mehr Energie produzieren als sie verbrauchen und gleichzeitig der Natur Raum geben.

Klingt alles sehr utopisch und ein wenig rosarot. Tatsache ist aber, dass es die technischen Möglichkeiten dazu bereits gibt und einige (auch große) Unternehmen sich daran orientieren.

Hat sich halt nur noch nicht rumgesprochen.

 

Neue Perspektiven, neue Möglichkeiten

Wo uns die industrielle Revolution auf einen falschen Weg gebracht hat, haben wir heute dennoch die Möglichkeit, eine ganz andere neue Richtung einzuschlagen.

Zu Beginn der technischen Produktion, haben wir Dinge erfunden und hergestellt, die uns weitergeholfen haben, die unser Leben einfacher gemacht haben. Natürlich können wir unseren Vorfahren nicht vorwerfen, dass sie schuld an der heutigen Umweltmisere sind. Sie hatten weder schlechte Absichten noch das Wissen über mögliche Auswirkungen.

Durch die Industrialisierung sind wir so sehr geprägt in unserer Vorstellung, wie die Welt zu sein hat, dass wir nur schwer merken, dass es auch anders geht.

Somit sollten wir nicht versuchen die Fehler unserer Vorfahren auszumerzen (was ja nicht funktioniert) sondern einen Schritt davor ansetzen. Produkte so entwickeln, dass sie nicht schaden sondern nutzen. Dass sie komplett in den biologischen oder industriellen Kreislauf zurückgeführt werden können und dabei keine Energie rauben sondern zur Verfügung stellen.

Genau wie die Ameisen.

 

Hoffnung und Du

Das Konzept dieser neuen Art, Produkte zu designen und zu produzieren, ist seit ca. 15 Jahren bekannt und wird, wie gesagt, bereits von einigen Unternehmen genutzt. Natürlich wird das nicht von heute auf morgen alle unsere Probleme lösen. Es braucht seine Zeit bis sich so etwas durchsetzt.

neue Perspektive - StromEs hat Jahrzehnte gedauert von der „Erfindung“ des Stroms bis zu dem Punkt, an dem jeder wusste was es ist, es nicht mehr als Teufelszeug verschrien hat und endlich nachts bei ausreichend Licht aufs Töpfchen gehen konnte.

Auf jeden Fall besteht Hoffnung. Für die Umwelt, die Menschheit und eine bessere Zukunft. Je mehr Menschen sich mit solchen Themen beschäftigen umso eher spricht es sich rum. Deswegen schreibe ich darüber.

Vielleicht wirst du in fünf Jahren ein Haus bauen, dich daran erinnern, dass es andere Varianten gibt, als ein Betonstandardhaus in die Natur zu pflanzen ohne dieser etwas zurückzugeben und ohne von ihren Möglichkeiten zu profitieren.

Vielleicht arbeitest du in naher Zukunft in einem Unternehmen und bist für die Produktentwicklung zuständig. Und vielleicht denkst du daran zurück, dass es sich lohnt, die ausgetretenen Pfade zu verlassen.

Die Vorstellung findest du spannend? Weißt aber noch nicht so recht, wo genau DU die Welt besser machen möchtest? Dann schau dir mal meinen eBook-Kurs genauer an. Er hilft dir dich und deine Leidenschaften besser zu verstehen.

Was das Ganze mit deinem Leben zu tun

Machen wir einen Sprung in unser eigenes (Arbeits-)Leben.

Beim Lösen von Problemen (im Alltag, Beruf, Beziehungen…) sind wir oft um Schadensbegrenzung bemüht. Versuchen das, was schlecht läuft in eine nicht ganz so schlechte Variante umzumodeln. Genau wie bei unserer Abfallproblematik ist das nur ein vorübergehendes Symptome behandeln.

Eine ganz andere Perspektive bräuchten wir. Aber ich weiß, dass es schwer ist, diese zu finden.

Wo soll man ansetzen? Wo stehen wir wie der Ochs vorm Berg und wissen gar nicht, dass es einen anderen Weg geben könnte? Wo ist uns gar nicht klar, dass Denkmuster durch unser Hirn geistern, die uns den Weg zu einer neuen Perspektive verstellen?

Auch wenn ich das Thema Umweltschutz oft zu wenig verfolge, wär ich bisher nie auf die Idee gekommen, es komplett neu aufzurollen. Ich hab mich schon immer gefragt, warum wir die Sonnenenergie nicht mehr nutzen. Aber darüber hinaus? Mir war auch nicht bewusst, dass Sonnenkollektoren Schwermetalle enthalten, die irgendwann entsorgt werden müssen. Dafür braucht man (Sonnen-)Energie, wofür wir wiederum Schwermetalle brauchen, für deren Entsorgung… ist klar, wo der Kreislauf hinführt.

Müll entsteht nun mal. War ja irgendwie schon immer so. Kommen wir also nicht darum herum ihn zu entsorgen, verwerten, was auch immer und unseren schönen Planeten zuzumüllen.

Und wegen diesem „ist halt so“, habe ich nie darüber hinausgedacht. Keine Ahnung wohin meine Perspektive hätte wechseln sollen. Bis ich von diesem Konzept der „Wiege zu Wiege“-Produktion gelesen habe.

Je mehr du dich mit unterschiedlichen Themen, Überlegungen, Lebensmodellen, Philospophien beschäftigtst umso eher werden dir auch in deinem Alltag Dinge auffallen, bei denen du zu stur einer vermeintlichen Logik oder überholten Denkweisen nachläufst. Und umso eher wirst du dort die Perspektive ändern können und auf ganz ungeahnte Möglichkeiten der Problemlösung stoßen.

Mit der Arbeit ist es genau das gleiche. Wir müssen arbeiten um unseren Lebensunterhalt zu bestreiten, Bürozeiten sind nun mal von acht bis achtzehn Uhr, es kann nicht jeder eine Surfschule in Griechenland aufmachen, Arbeit gehört eben dazu.

Aber ist das alles richtig? Gibt es hier vielleicht auch eine ganz andere Perspektive, über die nachzudenken es sich lohnt?

Deswegen wird es ganz bald eine Fortsetzung dieses Artikels geben. Mit einer anderen Perspektive, mit der wir unsere Arbeitswelt betrachten können. Stay tuned 🙂

 

Fandst du die Überlegungen zur neuen Art der Produktion interessant und möchtest viele spannende Beispiele kennenlernen, wie das möglich ist? Dann empfehle ich dir das Buch „Cradle to Cradle – einfach intelligent produzieren“. Das ist zwar von 2003 und es gibt einige modernere Literatur, aber zum Einstieg in die Thematik ist es super!

Durch dieses Buch habe ich mich auch zu diesem Artikel inspirieren lassen.

 

Bleib achtsam und nutze deine Chancen!

Deine Steffi

 

Wo bist du über eine neue Perpektive gestolpert, die dich zu etwas ganz Neuem inspiriert hat? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

 

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Wer steht hinter Welt der Chancen?

Steffi

Hi, ich bin Steffi, 33, Zukunftsoptimist und sehe, dass sich unsere Welt verändert.
Mit offenen Augen und offenem Geist pick ich mir das Beste für mich raus.
Damit du das auch kannst, schreib ich hier über:
Lebensqualität, Persönlichkeit, Individualisierung, neue Lebensmodelle, neue Werte, Digitalisierung, Arbeit 4.0, …
Da ich seit über acht Jahren als Coach im Bereich Persönlichkeitsentwicklung und Karriere arbeite, habe ich außerdem das ein oder andere Tool parat, um dir den Weg etwas leichter zu machen.

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