Lebensqualität

Burnout

Burnout
geschrieben von Steffi

Burnout wird als psychische Erkrankung gesehen und gehört mittlerweile zu den Hauptursachen für Krankschreibungen und Frühverrentungen in Deutschland.

Das Gefühl, am äußersten Limit der eigenen Kräfte zu arbeiten, erschöpft zu sein und sich ausgebrannt zu fühlen, haben viele Menschen, sie haben aber deshalb noch keinen Burnout!

Ein Burnout liegt erst dann vor, wenn es sich um einen dauerhaften Zustand psychischer und körperlicher Erschöpfung handelt, der auch durch Ausruhen und Urlaub nicht aufhört.

Zusätzlich leidet man unter einem deutlichen Effizienzverlust: also man arbeitet mehr, strengt sich stärker an und leistet dennoch weniger.
Und wenn drittens ein unüberwindbarer Widerwille gegenüber der eigenen beruflichen Arbeit vorhanden ist. Das kann dazu führen, dass man am Sinn der Arbeit ganz grundsätzlich zweifelt und eine negative, zynische Haltung gegenüber den Menschen, mit denen man beruflich zu tun hat, entwickelt und schließlich die eigene Identität in Frage stellt.

Die Diagnose Burnout ist nach WHO keine eigenständige Krankheit, und wird als „Schwierigkeiten in der Lebensbewältigung“ eingestuft. Dadurch tun sich auch Ärzte schwer in der Diagnostik und die Grenzen zwischen Stress, Burnout und Depression verwischen.
Die Forschung zu Burnout beginnt gerade erst und es werden epigenetische Anteile als Ursache vermutet. Ebenso wie man eine Art Resilienz-Gen besitzen kann, kann man auch ein Burnout-Gen haben. Ob diese genetische Veranlagung zum Tragen kommt, hängt davon ab, was der Einzelne erlebt und wie er sein Leben gestaltet.

Burnout ist eine ernste Erkrankung, die ausdrücklich auf den Kontext der beruflichen Arbeit bezogen ist. Die Hauptursache von Burnout sind die modernen Arbeitsbedingungen, die nicht mit grundlegenden Bedürfnissen der Menschen zusammenpassen: Arbeitsverdichtung, in der immer mehr Arbeit auf immer weniger Schultern verteilt wird, permanente Erreichbarkeit, steigender Druck und steigende Geschwindigkeit führt zu Dauerstress und wachsendem Konkurrenzkampf. Gleichzeitig ist das Risiko, den Arbeitsplatz zu verlieren gestiegen. Das erzeugt in uns eine grundlegende Unsicherheit, wir können uns nicht mehr selbstverständlich auf etwas verlassen und sind permanent in „Hab-Acht-Stellung“.

Was wir Menschen wirklich brauchen ist

  • Körperliches Wohlbefinden: Phasen von Stress und hoher Belastung müssen sich mit entspannten Phasen abwechseln.
  • Eine Grundsicherheit, um nicht in Angst um die Existenz leben zu müssen.
  • Die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft, wie einem Team oder einer Firma.
  • Anerkennung und Wertschätzung
  • Wir sehnen uns danach, sinnvolle Aufgaben zu übernehmen, bei denen wir unsere eigene Leistung erleben können.

 

Für die Burnout-Prävention bedeutet das zweierlei:

Erstens dass von Arbeitgeberseite für angemessene Bedingungen zu sorgen ist. Und zweitens dass jeder Einzelne die Verantwortung für sein eigenes Wohlergehen im Blick haben muss, Warnzeichen ernst nehmen sollte und sich auch selber schützen muss.

 

 

Vielen Dank an Anja von Wins, die uns diesen Lexikoneintrag zur Verfügung gestellt hat!

anja_von_winsAnja von Wins ist Diplom Psychologin und Coach und bietet in ihren Räumen in München und Ismaning Karrierecoaching und Krisencoaching an. Sie hat sich auf Werdeganggestaltung spezialisiert.

Ihr Credo dabei ist: do it your own and special way!
Hier gehts zu Anjas Website.

 

 

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Wer steht hinter Welt der Chancen?

Steffi

Hi, ich bin Steffi, 33, Zukunftsoptimist und sehe, dass sich unsere Welt verändert.
Mit offenen Augen und offenem Geist pick ich mir das Beste für mich raus.
Damit du das auch kannst, schreib ich hier über:
Lebensqualität, Persönlichkeit, Individualisierung, neue Lebensmodelle, neue Werte, Digitalisierung, Arbeit 4.0, …
Da ich seit über acht Jahren als Coach im Bereich Persönlichkeitsentwicklung und Karriere arbeite, habe ich außerdem das ein oder andere Tool parat, um dir den Weg etwas leichter zu machen.