Chancen Persönlichkeitsentwicklung

Warum dich dein Erfolg in die Lebenskrise führt – und wie du wieder rausfindest

geschrieben von Steffi

Von Skylines, Software und dem großen Knall


Als ich zwölf Jahre war, bin ich mit meinen Eltern zum Flughafen nach Frankfurt gefahren. Auf der Autobahn kurz vor dem Flughafen hat man einen tollen Ausblick auf die Skyline von Frankfurt. Mainhattan.

All diese Hochhäuser mit verglaster Fassade, die das Flair der großen Businesswelt ausstrahlen.

Damals war mir mit einem Schlag und eindeutig klar: Da will ich auch mal arbeiten!

Ich kann gar nicht mehr genau sagen, welche Vorstellungen ich so plötzlich von dieser Welt hatte, die mich so stark anzog und die mir so spannend erschien.

Es ging wohl in die Richtung:
Erfolgreiche Menschen arbeiten im Business-Dress in wichtigen Berufen, für die sie jeder schätzt und verdienen einen Haufen Geld. Sie planen großartige Projekte, haben Meetings mit anderen karrierebegeisterten Menschen und…
Naja, ich war zwölf 🙂

Ich glaube diese Skyline hat in meinem Kopf einfach die idealisierte Vorstellung von Erfolg präzise auf den Punkt gebracht.

Wie kommt so etwas? Dass ich in jungen Jahren plötzlich mein zukünftiges vermeintlich erfüllendes Lebensmodell vor mir sehe?

 

Jeder von uns hat seine eigene Skyline

Diese Skyline ist aus den Werten gebaut, die wir durch unsere Erziehung, das Leben unserer Eltern, unser kulturelles Umfeld, unsere Freunde und unsere TV-Gewohnheiten verinnerlicht haben. (Ja auch die TV-Gewohnheiten! Du glaubst gar nicht, wie oft ich in meinen Seminaren von Schülern zu hören bekomme, dass sie gerne Medizin studieren möchten, weil das bei Grey`s Anatomy so spannend aussieht.)

Lebenskrise

Aus all diesen Eindrücken erschaffen wir unser ganz eigenes Bild von Erfolg oder einem bestimmten Lebensmodell, das wir erreichen möchten.

Erinnere dich mal an das Ende deiner Schulzeit zurück: Entweder hattest du bereits eine genaue Vorstellung, was du beruflich machen wolltest oder keinen Plan. Aber ziemlich sicher gab es da die Vorstellung einer „Welt“, in der du leben wolltest. Sie hatte womöglich noch nicht den Namen eines Berufs aber ein gewisses Antlitz.

Abhängig von der persönlichen Motivation hast du dich mehr oder weniger zielstrebig und mehr oder weniger bewusst auf diese Welt, dieses Leben zubewegt.

Um letztendlich in der Lebenskrise zu landen.

Das macht keinen Sinn, findest du? Weil auch ich hier immer schreibe, dass es wichtig, ja unerlässlich ist seine Berufung zu finden, zu wissen was man will, ein Ziel zu haben, darauf hinzuarbeiten und glücklich zu werden.

Und jetzt behaupte ich, das alles lässt dich den Sinn des Lebens hinterfragen?

 

Schauen wir uns den Weg in die Lebenskrise mal genauer an.

Fakt ist, dass ein Großteil der heute 25-40jährigen in die sogenannte Quarterlife-Crisis kommt. Quasi eine vorgezogene Midlife Crisis.

Diese Krise taucht genau dann auf, wenn wir unsere ersten beruflichen Ziele erreicht haben. Wenn sich der Erfolg eingestellt hat.

Nach der Schule studierst du oder machst eine Ausbildung, bekommst deinen ersten Job, erzielst erste Erfolge und fühlst dich gut dabei. Dann läuft das ein paar Jahre so weiter, du kletterst die Karriereleiter nach oben oder wirst richtig gut in dem was du tust. Und du merkst, dass du nicht so glücklich bist, wie du es auf Grund deiner Vorstellungen von vor einigen Jahren sein solltest.

Die Skyline glitzert aus der Nähe nicht so stark wie aus der Ferne. Vielleicht ist sie nur noch eine Baracke.

Während du damit beschäftigt bist dein Studium oder deine Ausbildung erfolgreich abzuschließen, im Beruf voran zu kommen und deinen Vorstellungen gerecht zu werden, merkst du lange nicht, dass du schon eine ganze Weile nicht mehr über deine Vorstellungen nachgedacht hast. Sondern ihnen nur gewohnheitsmäßig hinterherläufst.

 

Und plötzlich macht es PENG!Lebenskrise

Dir stellt sich auf einmal die Frage, die schon seit Jahrtausenden durch unsere Gesellschaft geistert. Die Frage nach einem geglückten und sinnvollen Leben.

Dem Sinn des Lebens.

♦ Ist es das was ich wollte?

♦ Wird mich meine Karriere noch in ein glücklicheres Leben führen?

♦ Was hab ich eigentlich davon?

♦ Soll das schon alles gewesen sein?

♦ Wird das jetzt bis zur Rente so weiterlaufen?

♦ Welchen Sinn hat mein Tun?

♦ Irgendwie weiß ich, dass das nicht mein Weg ist…

 

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Mit Träumen ist es wie mit Software

So wie jede Software ihr Update braucht, brauchen auch deine Träume hin und wieder ein Update.

Klar läuft die Software auch weiterhin ganz gut, es ruckelt hier und dort, sieht nicht mehr so frisch aus und ist anfälliger für Hackerangriffe, aber immer noch brauchbar.

Bei einem Update wird die Software an neue technische Umstände angepasst, bekommt ein modernes Design und wird kompatibel mit anderen Programmen.
Wenn du nach dem Update merkst, dass die Software trotzdem deine Ansprüche nicht erfüllt, war es wahrscheinlich nie die richtige Software.

Das führt uns zu zwei Problempunkten in deiner “Traumsoftware”:

Entweder sind deine Träume nicht mehr kompatibel mit deinem Leben oder du hast von vorneherein auf die „falschen“ Träume gesetzt.

 

Der Fehlkauf

Woher willst du als junger Mensch, der vor der Berufswahl steht, wissen, ob deine erträumte Welt wirklich dein Traum ist? Wo du (wie die meisten Menschen) noch gar nicht mit ihr in Kontakt gekommen bist. Außer im Fernsehen. Oder durch die Erzählungen deiner Eltern. Oder den Blick auf die Skyline.

Ich habe später tatsächlich in der Frankfurter City gearbeitet. Das war mehr ein Zufall als geplant, aber hat mir im Nachhinein schon öfter zu denken gegeben. Ich habe dort einiges gelernt aber auch sehr bald festgestellt, dass diese Arbeit, diese Welt sich nicht annähernd so anfühlt, wie der Blick auf die Skyline. Wirklich klar geworden ist mir das aber erst als ich anfing in meine eigene Quarterlife-Krise zu schlittern.

 

Das Kompatibilitätsproblem

Im Laufe der Jahre machst du viele neue Erfahrungen, lernst unterschiedliche Menschen kennen, unterschiedliche Arbeitsplätze. Du entwickelst dich weiter und entwickelst neue Werte und Ansprüche. Neue Träume.

Das ist normal und gut so.
Der große Knall, der PENG-Moment kommt, wenn dir bewusst wird, dass du noch nach deinen alten Träumen lebst und die neuen zu wenig Raum in deinem Leben haben.

Da unsere Arbeitswelt viel schnelllebiger geworden ist, kommt die Quarterlife-Krise nun mal früher als die Midlife-Krise mit fünfzig. Was dir aber auch mehr Zeit bringt deine neuen Träume umzusetzen.

Wie sagt man so schön? Jede Krise bringt auch eine Chance mit sich.

Kurze Ausführung für meine Freunde des humanistischen Wissens: das griechische Wort krisis bezeichnet eine problematische, mit einem Wendepunkt verknüpfte Entscheidungssituation. Ob sich die Situation ins Gute oder Schlechte wenden wird, beinhaltet das Wort nicht.

Und was machst du nun aus dieser Erkenntnis?

 

Problemlösung für unter 20-jährige oder Menschen vor der Berufswahl

Wenn du in dem Alter und der Situation bist, dass du von einer Welt träumst, in der du einmal leben möchtest, dann lerne diese Welt doch erstmal kennen.

Wenn du sagst dein Traummann soll groß, humorvoll, treu und lieb zu dir sein, wirst du auch nicht gleich einen Fremden heiraten, von dem ich dir erzähle er sei groß, humorvoll, treu und lieb zu dir. Hoffe ich 🙂

Also zieh los und lerne deine „Traumwelt“ erst einmal kennen. Oder noch besser lerne erstmal die Welt kennen.

Vielleicht merkst du mit der Zeit und nach einigen Bekanntschaften, dass dein Traummann doch nur mittelgroß sein soll, eher nachdenklich und dir auch mal widersprechen soll. Treu soll er natürlich weiterhin sein 😉

Genauso merkst du mit den Erfahrungen, die du vor deiner Berufswahl sammeln solltest, dass auch dein Traumleben eher andere Züge hat, als du selbst gedacht hast.

Gehe ein Jahr auf Reise und lerne ganz andere Menschen und andere Werte und Ideen vom Leben kennen als die, mit denen du aufgewachsen bist.
So ein Jahr ohne Schule, Ausbildung, Eltern ist die wertvollste Zeit, die du dir schenken kannst. Ben von anti-uni.com hat da auch einige gute Ideen in seinen Artikeln parat.

Wenn du dich nicht traust alleine so eine große Reise anzugehen, empfehle ich dir diesen Artikel von Conni von planetback.

Wenn du nicht reisen möchtest sammle andere Erfahrungen. Mache Praktika in unterschiedlichsten Branchen und unterschiedlichen Unternehmensformen, vom Konzern über Agenturen bis hin zu Start-Ups, NGOs, öffentlichen Ämtern, Laboren, Baustellen.

 

Problemlösung für über 20-jährige oder Menschen mit (nahender) Quarterlife-Krise

Hat es schon geknallt? Oder hörst du schon die ersten Donner?

Auch wenn es anstrengend wird oder dich erstmal richtig aus der Bahn wirft, ist so eine Krise deine Möglichkeit nochmal alles neu zu überdenken und auszurichten.

Und nur weil noch vor einigen Jahren ein geradliniger Lebenslauf die Grundvoraussetzung für Karriere, gesellschaftliches Ansehen und Respekt vor sich selbst war, ist das kein Grund sie für ein Naturgesetz zu halten.
Ich weiß, dass auch heute noch sehr viele Menschen so denken. Aber erstens sollte häufiger mal überdacht werden, was viele denken und zweitens macht sich in unserer Arbeitswelt ein Trend breit, der dieses Umdenken beinhaltet. (Puh, da haben wir jetzt viel gedacht in diesen zwei Sätzen! 🙂 )
Wenn du mehr über diese Trends wissen möchtest, hol dir unbedingt mein kostenloses eBook zu diesem Thema.

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Es wird Zeit, deine Träume upzudaten!

♦ Was hat sich geändert? An dir, in deinem Umfeld?
♦ Was ist dir jetzt wichtig im Leben?
♦ Was für ein Leben möchtest du führen?
♦ Welche Werte willst du leben?
♦ Wer bist du?
♦ Was macht dich aus?
♦ Was kannst du?
♦ Was macht dir Spaß?
♦ Welche Arbeiten möchtest du nicht mehr machen und welche umso lieber?

 

Es liegt eine spannende Zeit vor dir, in der du dich neu kennenlernen darfst!
Ein guter Schritt wäre, dir erstmal zwei Wochen Urlaub von deinem Leben zu gönnen. Fahr irgendwohin, wo du alleine (ja ohne andere Menschen) bist und dir ganz entspannt Zeit nehmen kannst über diese Fragen nachzudenken. Am Ende muss noch kein klarer Plan stehen oder ein festes Ziel. Es ist viel wichtiger diesen Prozess ganz langsam und befreit anzugehen, um allen Möglichkeiten eine Chance zu geben gehört zu werden.
Wenn du nicht genau weiß, wie du diese Fragen angehen sollst, lies mal meine Artikel zu Lebensqualität oder den Umgang mit Schwächen.

Oder noch einfacher: mach meinen eBook-Kurs!

Fazit:
Die Lebenskrise, Sinnkrise oder Quarterlife-Krise kommt, wenn du an einem Punkt angelangt bist, der nicht mehr zu den Träumen passt, die du als jüngerer Mensch hattest. Träume, die stark von den Erfahrungen anderer geprägt waren.

Eine Krise ist aber immer auch ein Wendepunkt. Nutze die Chance dein Leben ins Positive zu wenden und dich und deine Träume neu kennenzulernen.

 

Bleib achtsam und nutze deine Chancen!
Deine Steffi

 

Steckst du auch gerade in einer Sinnkrise? Erzähl mir davon in den Kommentaren!

 

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Wer steht hinter Welt der Chancen?

Steffi

Hi, ich bin Steffi, 33, Zukunftsoptimist und sehe, dass sich unsere Welt verändert.
Mit offenen Augen und offenem Geist pick ich mir das Beste für mich raus.
Damit du das auch kannst, schreib ich hier über:
Lebensqualität, Persönlichkeit, Individualisierung, neue Lebensmodelle, neue Werte, Digitalisierung, Arbeit 4.0, …
Da ich seit über acht Jahren als Coach im Bereich Persönlichkeitsentwicklung und Karriere arbeite, habe ich außerdem das ein oder andere Tool parat, um dir den Weg etwas leichter zu machen.

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6 Kommentare

  • Liebe Steffi,

    ich hatte genau diese Krise auch, allerdings ist es bei mir (bin 29) ca. 3-4 Jahre her – angefangen hatte es damals aber schon vor ca. 6 Jahren, doch der Kampf “raus” aus der Krise hat noch mal ein paar Jahre gedauert.

    Mittlerweile bin ich genau dort angekommen, wo ich hinwollte. Eigentlich sogar drüber hinaus, da ich Dinge erreicht und erlebt habe, die ich mir nie hätte träumen können. Aber dennoch habe ich mir den Traum, den ich schon in der Grundschule hatte, erfüllt + viel mehr, was ich damals gar nicht kannte.

    Liebe Grüße
    Maria

    • Ja, manchmal dauert es ein Weilchen, aber danach ist alles umso besser! Also möglichst bald dran arbeiten, damit sich auch möglichst bald Veränderungen einstellen. Freut mich, dass es bei dir so toll gelaufen ist!!

      Lg
      Steffi

  • Liebe Steffi,

    du sprichst mir aus der Seele mit dem was du schreibst! Ich bin mit meinen zarten 26 schon durch meine Quarterlife-Crisis gegangen (besser früher als später, nicht wahr…) und gab dann auch für mich herausgefunden, wer ich bin, was ich will und was meine Träume sind.

    Tja was mache ich nun? Einen Blog schreiben und anderen dabei zu helfen, sich selbst besser kennenzulernen und ihr bestes Leben zu führen ohne erst in die Quarterlife-Crisis zu kommen.

    Also so ein bisschen wie du 😉 ich freu mich, dass ich deinen Blog gefunden habe, vllt können wir uns ja mal austauschen oder etwas zusammen starten.

    Alles Liebe von deiner Namensvetterin 😉

    • Liebe Namensvetterin 🙂
      im Endeffekt ist es das Beste, was passieren kann, dass du relativ früh in diese Krise rutschst. Weil du dann rechtzeitig dein Leben “nachjustieren” kannst und nicht ewig leidest.
      Und ich finde super, wie du für dich wieder rausgefunden hat. So muss es laufen 🙂

      Liebe Grüße
      Steffi

  • Liebe Steffi,
    ich bin froh, dass du nicht in der Skyline geblieben bist und wir so deine tollen Artikel lesen dürfen!
    Die eigenen Träume zu kennen und erkennen zu können, wieviel davon wirklich “meins” ist und wieviel von anderen übernommen, ist so viel wert! Ich kann jedem nur raten, sich wirklich einmal ganz intensiv damit auseinander zu setzen. Heraus kommt meist etwas ganz spannendes!
    Liebe Grüße
    Martje