Chancen Lebensqualität

Wie du den Mut findest glücklich zu werden

Mut zum glücklich sein
geschrieben von Steffi

Von Pfandflaschen, Hormonen und furchtlosen Rittern

Teil 1 – Schattierungen von Glück

 

Das mit dem Glück ist so eine Sache.

Ich bin glücklich, wenn ich etwas Leckeres zu essen hatte oder ein tolles Gespräch.

Ich hatte Glück, wenn mir meine Kreditkarte runterfällt, während ich auf einem Kanaldeckel stehe und sie direkt auf den Gittern liegen bleibt.

Ich führe ein glückliches Leben, wenn…
Ja wann eigentlich? Wenn ich ständig glückliche Momente habe? Oder mir das Schicksal gewogen ist?
Oder beides? Oder etwas ganz anderes?

Ich will mich jetzt nicht groß mit Definitionen und Wortklauberei aufhalten. Aber um zu verstehen, was ein „glückliches Leben“ ausmacht, solltest du dir der Unterschiede bewusst sein. Nur zum Grundverständnis, aber das ist der erste Schritt um größere Gedanken fassen zu können.

Glück haben

Glück hast du in zufälligen Situationen. Siehe Kreditkarte. Aber nicht nur!

Es gibt Menschen, bei denen man denkt, sie werden ein bisschen zu sehr damit überhäuft.
Ständig eröffnen sich ihnen Möglichkeiten, oder sie bekommen unverhofft ein tolles berufliches Angebot, oder fahren vier Mal im Jahr in Urlaub obwohl sie nicht viel verdienen aber das Glück haben, über die tollen Superschnäppchen zu stolpern, die dir nie über den Weg laufen.

Glück zu haben ist auch beeinflussbar. Es geht um Aufmerksamkeit, um Motivation, um Ziele, um offene Augen. Um Mut.

Glück empfinden

Dann wäre da dieses tolle Gefühl, das dich überkommt, wenn du etwas wahnsinnig leckeres isst, im Winter endlich mal wieder die Sonne siehst oder du einen tollen Abend mit deinen besten Freunden hattest. Dann bist du glücklich: viele kleine Hormone fetzen durch dein Gehirn und sorgen dafür, dass du dich richtig gut fühlst.

Ein glückliches Leben haben

Müsste ja jetzt ganz einfach sein, ein glückliches Leben zu führen, oder? Lecker essen, sich über die Sonne freuen und hin und wieder wirst du auch ein tolles Reiseschnäppchen finden.

Glück Mut

Da gibt es also dieses tolle Gefühl, wenn du Glück hattest (Kreditkarte) oder einen Moment genießen konntest (Schweinebraten). In diesen Situationen werden Hormone ausgeschüttet, die eine fast berauschende Wirkung haben.

Das ist aber gleichzeitig der Knackpunkt:
Dauerhaft glücklich zu sein beruht nicht auf der konstanten Ausschüttung von Hormonen. Glückliche Menschen sind nicht dauerhigh.

Ein glückliches Leben hat also gar nicht so viel mit diesem Glück haben/Glück empfinden zu tun. Es geht auch nicht darum frei von Leid und Unglück zu sein.
Das sind alles Rahmenbedingungen, die die Sache leichter machen.

Aber was ist denn dann ein glückliches Leben?

Das, was wir dennoch als glückliches Leben bezeichnen ist eine dauerhafte Zufriedenheit mit der Gesamtsituation. Frei nach Ranger im Schuh des Manitu 🙂
Wenn man die Erkenntnisse der Glücksforschung auf zwei Kernaussagen herunterbricht, sind es folgende:
Sei aktiv und benutze deine grauen Zellen.

Zum Aktiv-Sein:

Der französische Philosoph Alain (1868-1951) hat gesagt:

Der Mensch beschäftigt sich damit sein Glück zu suchen, aber sein größtes Glück liegt darin, dass er beschäftigt ist.

Philosoph Alain (1868-1951)

Gut, ich bin auch beschäftigt wenn ich Pfandflaschen sammle oder RTL-Unterschichtenfernsehen schaue. Ich bin mir recht sicher, dass Alain das nicht gemeint hat.
Es geht um die Beschäftigung mit etwas, das dir Freude macht, dich begeistert. Je genauer du weißt, welche Beschäftigungen dir wirkliche Erfüllung verschaffen umso größer ist das Glück, das sie dir dauerhaft(!) bringen.

FINDE HERAUS, WIE DU GLÜCKLICHER LEBST ALS DER GROßTEIL DER MENSCHHEIT!

Hol dir jetzt dein kostenloses eBooklet und starte in eine schönere Zukunft.
Spam ist Mist. Deine Mailadresse wird nicht verkauft oder an Dritte weitergegeben.

 

Zu den grauen Zellen:

Je mehr neue Dinge du lernst umso mehr neue Verknüpfungen werden in deinem Gehirn gebildet. Und das ist tatsächlich etwas, das den Menschen glücklich macht. Wurde von der schlauen Natur so angelegt. Da der Mensch keine körperlichen Vorteile hat, die ihn überleben oder an die Spitze der Nahrungskette klettern lassen, hat er seinen Verstand. Um motiviert zu bleiben diesen auch zu pflegen und sinnvoll einzusetzen, hat die Evolution uns die guten Gefühle beim Denken mitgegeben.

 

Besonders wertvoll ist es, wenn du beide Punkte verknüpfst:

Lerne nicht nur Fakten sondern lerne dich selbst kennen, lerne, wer du bist, was deine Wünsche sind, welchen Werten du folgst. Hinterfrage die Dinge die du tust und die du denkst. Mit den Antworten kommen die richtigen Beschäftigungen.

Beschäftige dich mit vielen Dingen, mache Erfahrungen; um dich selbst noch besser kennenzulernen, um deinen Horizont zu erweitern, um neues zu lernen.

So wird alles zu einem Kreislauf, der dich stetig näher an die dauerhafte Zufriedenheit, an dein glückliches Leben führt.

Also denke und handle und werde glücklich.

Wie immer leichter gesagt als getan.

 

Teil 2 – Und was hat denn nun Glück mit Mut zu tun?

1784 hat Immanuel Kant den Leitgedanken der Aufklärung so formuliert:

Habe den Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.

Immanuel Kant (1724-1804)

Nur wer anfängt selbst zu denken, kann sein Leben selbst steuern.

Schon damals empfanden die meisten Menschen es als bequemer, andere Menschen für sich denken zu lassen und deren Vorstellung von der Welt unhinterfragt zu übernehmen. Sich in gesellschaftliche Gegebenheiten zu fügen und die Dinge so zu machen wie „man“ sie eben macht.

Hätte es die Aufklärung nicht gegeben und Menschen, die mutig genug waren die bestehenden Glaubenssätze zu hinterfragen und neue Wege einzuschlagen, würden wir heute Epileptiker immer noch mit Teufelsaustreibungen behandeln und darauf hoffen, dass wir zumindest im Jenseits für unser entbehrungsreiches Leben belohnt werden anstatt selbst etwas dafür zu tun.

So dümpelten damals wie heute die Menschen „feige, faul und mit einem Mangel an Entschlusskraft“ (wie Kant sagt) durch ihr leben. Und wundern sich, dass sich keine wirkliche Zufriedenheit einstellen will. Wie auch, wenn man das Leben anderer nur nachlebt?

Sie geben die Verantwortung für ihr Glück an andere ab. Somit müssen sie auch nicht die Verantwortung für ein eventuelles Scheitern selbst tragen.

Es erfordert eben Mut diese Verantwortung selbst zu übernehmen. Weil überall Risiken, soziale Ächtung und der Verlust des Status quo ja der eigenen Existenz lauern.

Und vor einem (bis allen) von diesen Punkten hast du Angst.

Aber ich kann dich beruhigen:

Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst!

Glück Mut

Denk mal darüber nach. Das war mir lange nicht bewusst. Das Bild des furchtlosen Ritters hatte mein Verständnis von Mut beherrscht.

Aber sich kopflos in ein Risiko zu stürzen ist nicht mutig sondern dumm.

Zum mutig sein gehört immer auch eine gute Portion Klugheit.

Was Mut ausmacht und wie er dich zu einem erfüllten Leben führt:

1. Du bist mutig, wenn du etwas machst, dass mit einem gewissen Risiko behaftet ist. Emotional, gesellschaftlich, körperlich, finanziell. Also etwas, bei dem du die Folgen nicht ganz absehen kannst aber auf eine Verbesserung hoffst, zum Beispiel leben.

2. Du bist mutig, wenn du (vorübergehend) auf etwas verzichtest, das dir bisher unentbehrlich erschien. Zum Beispiel die Sicherheit eines vermeintlich sicheren Jobs oder einer Beziehung. Oder Annehmlichkeiten wie Geld, Luxuskäufe, eine große Wohnung. Der Preis eines kurzzeitigen Verzichts ist oft niedriger als der Preis für Chancen, die du nie genutzt hast.

3. Du bist mutig, wenn du diese Sicherheiten und Annehmlichkeiten hinterfragst. Genau wie lange angesammelte Glaubenssätze. Das kann ich nicht, das macht man nicht, das könnte ich nie schaffen, Selbständigkeit ist viel zu riskant, das sind nur Spinnereien, darauf will ich nicht verzichten.

Mutige Entscheidungen basieren immer auf klugen und wohldurchdachten Überlegungen!

4. Du bist mutig, wenn du dir erlaubst zuversichtlich und voller Selbstvertrauen in die Zukunft zu blicken. Wenn du dir ständig einredest, dass etwas nicht klappen kann, ist es absehbar, dass es tatsächlich nicht klappen wird. Siehe Punkt 3. Durch das Hinterfragen solcher Gedankengänge kommst du auf ganz neue Möglichkeiten und fängst an realistisch positiv und selbstbewusst zu werden.

5. Du bist mutig, wenn du DEINE Entscheidungen triffst. Nicht die deiner Eltern, deiner Freundin, deines Chefs oder der Gesellschaft. Deine. Auch hier kommt Punkt 3 wieder ins Spiel: Werde dir darüber klar, wer DU bist und was DU willst. Und was eben Vorstellungen, Werte, Ansprüche von anderen Menschen sind, die nicht mit deinen übereinstimmen.

6. Du bist mutig, wenn du auf Grund der richtigen und guten Motive handelst. Falsch und schlecht: Meine Wohnung muss größer sein als die meiner Freunde. Wenn mein Nachbar einen Porsche fährt brauch ich einen Jaguar. Wenn ich meine Mitarbeiter herablassend behandle bringen sie mir endlich Respekt entgegen. Wenn ich meine Freundin betrüge, weil ich Spaß dran hab ist das auch gut so, schließlich soll ICH ja glücklich werden.

Soll ich dir helfen beim “mutiger werden”? Dann schau dir meinen eBook-Kurs an, das ist genau das Richtige für dich!

Fazit:

In Teil 1 hast du gesehen, dass zu einem rundum glücklichen, erfüllten, zufriedenen Leben nicht nur die kleinen Momente des Hormonrauschs gehören.

Es geht stattdessen darum aktiv zu sein und dein Gehirn anzustrengen. Denken und handeln. Weil uns beides per se glücklich macht.
Außerdem sammeln wir mit beidem neue Eindrücke und Erfahrungen über die Welt und über uns selbst. Und die Aufwärtsspirale fängt an sich zu drehen.

In Teil 2 hast du gesehen, dass es oft eine gute Portion Mut erfordert um die richtigen Dinge zu denken und anschließend richtig anzupacken.
Und dass zum mutig sein viel mehr gehört als ein furchtloser Ritter zu sein.

 

Sei mutig und nutze all die schönen Chancen, die sich dir bieten werden!
Deine Steffi

 

Wann warst du das letzte Mal mutig? Erzähls mir in den Kommentaren!

 

FINDE HERAUS, WIE DU GLÜCKLICHER LEBST ALS DER GROßTEIL DER MENSCHHEIT!

Hol dir jetzt dein kostenloses eBooklet und starte in eine schönere Zukunft.
Spam ist Mist. Deine Mailadresse wird nicht verkauft oder an Dritte weitergegeben.

Wer steht hinter Welt der Chancen?

Steffi

Hi, ich bin Steffi, 33, Zukunftsoptimist und sehe, dass sich unsere Welt verändert.
Mit offenen Augen und offenem Geist pick ich mir das Beste für mich raus.
Damit du das auch kannst, schreib ich hier über:
Lebensqualität, Persönlichkeit, Individualisierung, neue Lebensmodelle, neue Werte, Digitalisierung, Arbeit 4.0, …
Da ich seit über acht Jahren als Coach im Bereich Persönlichkeitsentwicklung und Karriere arbeite, habe ich außerdem das ein oder andere Tool parat, um dir den Weg etwas leichter zu machen.

Kommentar hinterlassen

7 Kommentare

  • Liebe Steffi,

    ich bin so ein Mensch, dem es leicht fällt, Pläne aufzustellen, Dinge umzusetzen und neue Wege einzuschlagen. An meiner bislang mutigsten Entscheidung arbeite ich gerade emotional. Für mich geht es darum, anzuerkennen, dass ich nicht alles im Leben voraussehen und -planen kann und dass ich den Mut haben darf, mich einfach mal ins Leben fallen zu lassen und mich überraschen zu lassen, was noch so kommt. 😉

    Liebe Grüße,
    Marie

    • Jeder braucht den Mut für einen ganz persönlichen Schritt. Ist bei jedem etwas anderes. Was bei dir auf der einen Seite sehr leicht läuft (planen, neues ausprobieren) erfordert an anderer Stelle dann den Mut, eben mal nicht so viel zu planen.
      Ich wünsche dir gaaanz viele tolle Überraschungen, auf die du dich traust dich einzulassen!!

      Lg
      Steffi

  • Hi Steffi,

    sehr interessanter Beitrag! Danke dir 🙂

    Auch ich habe mir Gedanken zum Thema Mut gemacht und bin eigentlich zu dem Schluss gekommen, dass ich nicht mutig bin, weil ich nur logische Schlussfolgerung ziehe, auf deren Basis ich meine Entscheidungen treffe. Aber nach deinen Argumenten bin ich das…

    Eigentlich ist es mir aber total egal, ob ich mutig bin oder einfach logisch schlussfolgere. Denn das Ergebnis ist mir wichtig: Dass ich glücklich, zufrieden und gesund bin! Und das alles kann ich mit dem Leben bekommen, das andere als mutig bezeichnen. 🙂

    Liebe Grüße
    Barbara

    • Hi Barbara,

      auch wenn es logische Schlussfolgerungen sind brauchts ja dennoch den Mut gewisse Sachen umzusetzen, evtl aus dem alten, gewohnten Trott rauszukommen, Dinge zu tun, die andere vielleicht für komisch halten etc.
      Ich finde das mutig und toll, dass du es zu einem glücklicheren und zufriedenren Leben geschaffts hast!! Hut ab 🙂

      Lg
      Steffi

  • Sehr schöner Beitrag. Allerdings hab ich einen konstruktiven Kritikpunkt.
    Ein wichtiger Punkt in Deinem Beitrag fehlt (mir persönlich) noch. Vielleicht magst Du das ja noch mit einarbeiten. 😉

    “Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren die glücklich sind” – Francis Bacon

    Erstmal muss man erkennen was man alles schon hat, selbst wenn man arm ist und wenig Geld hat. Vorallem das was wir alles als selbstverständlich hinnehmen. Es ist nämlich nicht selbstverständlich! Man kann für alles dankbar sein und in dem Moment in dem man das alles erkennt, ist man schon sehr viel glücklicher! Man sollte sich diese art zu denken, zur Gewohnheit machen. Dann macht das Leben viel mehr Spaß! 🙂

  • Hi Steffi,
    ich bin irgendwie ständig mutig. Das sagen mir zumindest ständig irgendwelche Leute. Ach, das hätte ich mich ja gar nicht getraut, höre ich dann immer. 😉 Na ja, für mich ist das nicht mutig, ich mache es einfach. Zum Beispiel bin ich schon ein paar Mal in eine für mich fremde und neue Stadt gezogen, ohne dort jemanden zu kennen, keine Freunde, neuer Job, neue Wohnung, alles neu. Viele trauen sich das nicht, ich mache es einfach. Wahrscheinlich denke ich auch einfach nicht zu viel nach und zerrede mir die Gedanken zu sehr im Kopf. Das ist wohl auch mutig. 😉
    LG Daniela

    • Find ich super, Daniela! Wahrscheinlich bist du deswegen auch etwas zufriedener als andere!
      Denken ist ja nicht gleich denken. Du hast dir eben die richtigen Gedanken gemacht: selbstbewusst und zuversichtlich! 🙂

      Lg
      Steffi