Chancen Zukunft der Arbeit

Arbeit – was ist eigentlich normal? 6 Ideen für eine neue Sichtweise

ist arbeit normal
geschrieben von Steffi

Wir müssen arbeiten um unseren Lebensunterhalt zu bestreiten, Bürozeiten sind nun mal von acht bis achtzehn Uhr, es kann nicht jeder eine Surfschule in Griechenland aufmachen, Arbeit gehört eben dazu.

Aber ist das alles richtig? Gibt es hier vielleicht eine ganz andere Perspektive, über die nachzudenken es sich lohnt?

Je mehr du dich mit unterschiedlichen Themen, Überlegungen, Lebensmodellen, Philosophien beschäftigst umso eher werden dir auch in deinem Alltag Dinge auffallen, bei denen du zu stur einer vermeintlichen Logik oder überholten Denkweisen nachläufst. Und umso eher wirst du dort die Perspektive ändern können und auf ganz ungeahnte Möglichkeiten der Problemlösung stoßen.

Mit der Arbeit ist es genau das Gleiche.

Wir schreiben das Jahr 2016. Es ist normal, arbeiten zu gehen. Es ist normal, einen Arbeitgeber zu haben und zum Arbeiten zu ihm zu fahren, ob ins Büro, die Werkstatt oder das Labor. Es ist normal, gegen 12:30 Uhr in die Mittagspause zu gehen und am Ende des Monats Geld für unsere Leistung überwiesen zu bekommen.

Normal ist, wie es sich die allgemeine Meinung als das Übliche, Richtige vorstellt. Normal ist, was sich über die Jahre etabliert hat.

War das schon immer so? Wie weit müssen wir zurückgehen, um zu einem anderen „normal“ zu kommen?

Warum ist unsere Arbeit “normal”?

Hast du dir jemals überlegt, warum unser heutiges Arbeitskonzept für dich so selbstverständlich und alternativlos ist?

Ich hab relativ früh angefangen, das zu hinterfragen. Deswegen arbeite ich heute auch anders. Weil sich das Normale für mich nicht natürlich, nicht richtig angefühlt hat.

Arbeit normalTrotzdem war es lange ein Zwiespalt. Auf der einen Seite war da das Gefühl, dass es nicht passt. Auf der anderen Seite jedoch habe ich, genau wie jeder andere Mensch der westlichen Zivilisation, diese Vorstellung im Kopf, dass die Menschen schon immer so arbeiten, es natürlich gewachsen ist und somit seine Berechtigung hat.

Eifere ich also nur meinen freigeistigen Ausbruchversuchen nach?

 

Wie haben die Menschen früher gearbeitet?

Werfen wir einen Blick in die Vergangenheit und das (Arbeits-)Leben unserer Vorfahren.

Wir alle kennen das normale Arbeitsleben unserer Eltern und Großeltern. Meine Ur-Großmutter hatte auch einen Angestelltenjob. Mehr Informationen über meine Vorfahren habe ich nicht. Meine Eltern (und so ziemlich alle Bekannte von Ihnen) haben einen ganz normalen Angestelltenjob. Ein paar der Bekannten sind Selbständige, aber auch sie arbeiten zu klassischen Arbeitszeiten im Büro. Mit diesem Wissen und in diesem Umfeld bin ich aufgewachsen, das hat mein Denken geprägt.

Die Menschen haben vor über hundert Jahren in denselben Strukturen gearbeitet, wie wir heute.

Aber wo hat das seinen Anfang genommen? Irgendwer muss diese Strukturen ja eingeführt haben.

Als ich klein war, wurde mir erzählt, dass die Bauern mit der Sonne aufgestanden und mit ihr ins Bett gegangen sind. Was immerhin erklärt, dass wir tagsüber arbeiten. Aber so logisch das im ersten Moment klingt, so viele Fragen wirft es auf.

arbeit normal früherZu Zeiten, als die ersten Menschen mit Ackerbau und Viehzucht begonnen haben, war das sicher so. Es musste auch der Rhythmus der Tiere mit in den Tagesablauf einbezogen werden. Das ist aber der einzige Zeitraum in der älteren Menschheitsgeschichte, in dem dieser Rhythmus verbreitet war. Davor waren wir Jäger und Sammler. Ich glaube nicht, dass dieser Job auf 9-5 festgelegt war. Oder auf Sonnenauf- bis untergang.

Diesem festen Rhythmus des Sonnenlaufs zu folgen wäre übrigens nur in den Tropen logisch. Denn nur hier geht jeden Tag gegen halb sieben morgens die Sonne auf und gegen halb sieben abends wieder unter. In Norwegen gibt es im Winter zum Teil gar keine hellen Stunden und im Sommer keine Dunkelheit. Und schon in Deutschland schwankt es im Sommer zwischen vier Uhr morgens und 22:30 abends. Im Winter dann von acht bis 16:30.

Nachdem sich die Menschen sesshaft gemacht haben, entwickelten sich neben dem Bauer sehr schnell alle möglichen anderen Berufe. Händler, Handwerker, Heiler, Verwalter, etc. Sie waren nicht mehr an den Tagesrhythmus gebunden und arbeiteten entsprechend ihrer Auftragslage oder Laune. Das ist wirklich historisch belegt.

Auch wenn man meint, dass die Welt seit dieser Zeit nur noch aus Reichen bestand und Menschen, die für sie arbeiteten, stimmt das so nicht. Diese Angestelltenstruktur (die damals noch nicht so hieß) machte einen kleinen Aspekt des Broterwerbs der letzten paar hundert bis tausend Jahre aus. Eine größere Zahl arbeitete sozusagen auf eigene Rechnung und war zumeist nicht nur in einem Bereich tätig.

Momentan entwickelt sich unsere Arbeitswelt in eine Richtung, in der das Thema Projektarbeit wieder mehr Bedeutung bekommt. Also einerseits das selbständige Arbeiten und andererseits angepasst an aktuell verfügbare Tätigkeiten. Was bedeutet, dass wir wieder mehr verschiedene Aufgaben übernehmen werden, da jedes Projekt seine eigenen Ansprüche an Kompetenzen stellt.

Und das ist genau das, was jahrhundertelang die Arbeit von einem Großteil der Menschen ausgemacht hat. Jeder hatte verschiedene Kompetenzen und setzte sie je nach Auftragslage ein.

Ebenso bildet sich aktuell der Trend zu selbstbestimmter Zeiteinteilung bei der Arbeit heraus. Das heißt nicht unbedingt, dass die Menschen viel weniger arbeiten, aber eben entsprechend ihrem ganz eigenen Rhythmus.

Das war früher genauso. Die Arbeit war nichts, wo man hinhing oder der man sich zu festen Zeiten widmete. Sie war in das normale Leben integriert. Ein Bestandteil, wie essen, schlafen und feiern.

Woher kommt unser klassisches Arbeitsmodell?

Woher kommt also die Idee, dass die einzig normale Form der Arbeit ein Job ist, der abgekoppelt von unserem restlichen Leben an einem bestimmten Ort zu einer festgelegten Zeit stattfinden muss?

Aus der Zeit der industriellen Revolution. Im 19. Jahrhundert wurden Maschinen erfunden, die einen Großteil der handwerklichen Arbeit übernahmen. Es wurden Fabriken gebaut, in denen viel schneller, viel mehr und entsprechend auch viel günstiger produziert werden konnte. Um die Menschen und Produktionsabläufe sinnvoll zu koordinieren wurden feste Arbeitszeiten eingeführt.

arbeit normal fabrikIm Laufe der Industrialisierung gab es immer mehr Fabriken und größere Städte. Und gerade den Städtern blieb oft nur die Fabrik als Arbeitsort um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Als das Ausmaß der Schufterei verheerend wurde, gründeten sich Gewerkschaften, die nach und nach den 8-Stunden-Tag einführten.

Und schon arbeitete ein Großteil der Menschheit in dieser Struktur und es wurde zur Norm. Mangels Möglichkeiten blieb ihnen nicht viel anderes übrig.

Daher kommt nicht nur die Struktur der heutigen Arbeit sondern auch die irgendwo tief in uns verankerte Annahme, Arbeit müsse schwer, ermüdend und unfreiwillig sein. Und von 9-5 im Büro.

Tja, und da sitzen wir nun im 21. Jahrhundert mit unseren Computern und der globalen Vernetzung und glauben, wir müssten arbeiten wie im 19. Jahrhundert. Weil das eben normal ist und schon immer so war (was ja gar nicht stimmt, wie du jetzt weißt). Und weil wir, genau wie die Menschen damals, keine Alternativen haben.

 

Was unterscheidet die heutige Zeit?

Abgesehen vom Glaubenssatz (der durchaus sehr fest sitzen kann), dass Arbeit nun mal Arbeit ist und so zu sein hat, wie sie eben ist, gibt es einige Punkte, die unsere heutige Zeit von der Zeit der Industrialisierung unterscheiden.

Sich diese bewusst zu machen ist der erste Schritt um ihre Vorteile nutzen zu können.

Was, also, ist heute anders?

6 Tipps für eine andere Sichtweise

  1. Beginnen wir mit dem wichtigsten: Du hast eine Wahl!
    Natürlich ist es nicht leicht, sich aus alten Strukturen zu befreien. Im Gegensatz zu den Fabrikarbeitern von vor 200 Jahren hast du aber die Möglichkeit, eine Wahl zu treffen und einen anderen Weg einzuschlagen. Ein paar davon folgen in den nächsten Punkten.
  2. Wir haben das Internet!
    Kaum eine Arbeit ist an feste Zeiten oder Orte gebunden.
    Die meisten Tätigkeiten heutzutage laufen nicht ohne Computer und Internet. Auch wenn dein Chef das vielleicht noch anders sieht, ist deine physische Präsenz im Büro somit nicht erforderlich. Sogar Chirurgen operieren via computergesteuerter Systeme über tausende Kilometer hinweg.
    Natürlich gibt es Berufe wie Polizist, Krankenschwester oder Lehrer, bei denen das vor-Ort-sein den Beruf ausmacht. Aber um mit Punkt eins zu sprechen: wenn du das nicht wollen solltest, hast du die Wahl. Womit wir zu Punkt drei kommen.
  3. Dienstleistungen und Beratung boomen
    Es verschwinden immer mehr Tätigkeiten aus dem Arbeitsleben, weil sie von Computern übernommen werden. Unser Privatleben wird uns zusehends erleichtert durch den Einsatz von technischen Neuerungen. Somit steigt der Bedarf an beratungsintensiven Aufgaben. Irgendjemand muss der Menschheit ja erklären, wie diese Programme, Apps oder Geräte funktionieren und wie man sie sinnvoll ins eigene Leben integriert. Und damit steigt die Zahl an verfügbaren Berufswegen. Mehr dazu bei Punkt fünf.
    Und um nochmal bei den Berufen aus Punkt zwei zu bleiben: Wenn du Polizist bist und dich fragst, wie du das orts- und zeitflexible Arbeiten umsetzen kannst: Sowohl im Bereich der Onlinesicherheit als auch der videogestützten Überwachung gibt es Beratungsbedarf. Als Krankenschwester wäre eine Variante die Onlineberatung zu gesundheitlichen Themen. Als Lehrer steht ganz groß der wachsende Markt der Onlineaus- und weiterbildungen auf dem Programm. Und dass es eine wachsende Zahl von ortsunabhängig arbeitenden Eltern geben wird, die für ihre Kids einen guten Lehrer für online-schooling suchen.
  4. Wir haben fast unbegrenzten Zugang zu Wissen!
    Schule ist da nur der erste Schritt. Wer auf klassische Zertifikate steht, kann einen (Online-)Studiengang belegen. Wem es um den Aufbau von Kompetenzen und Fachwissen geht kann einzelne Kurse belegen. Oder zu jedem vorstellbaren Thema hervorragende Bücher lesen. Oder sich auf Blogs inspirieren lassen 😉 Und durch das Internet werden diese Möglichkeiten noch potenziert. Uns steht jederzeit jedes erdenkliche Wissen zur Verfügung.
  5. Wir können unseren Beruf selbst erfinden
    Durch die Digitalisierung entstehen ständig neue Bereiche, die erklärt oder verkauft werden wollen. Siehe Punkt drei. Und hier Fuß zu fassen steht jedem frei. Auch ohne ein Papier, auf dem steht, dass du eine Ausbildung abgeschlossen oder ein Studium absolviert hast. Hier geht es nur darum, dass du etwas weißt und kannst. Ob du das Im Beruf oder Studium oder durch diverse Bücher und Onlinekurse erlangt hast interessiert niemanden. Wie damals bei den Handwerkern. Die hatten auch keinen verbrieften Abschluss. Wenn sie gut waren, hat sich das rumgesprochen.
    Im Übrigen ist das gar kein so großer Schritt weg von der gängigen Praxis auch in konventionellen Unternehmen. Wieviel von dem, was du in der Ausbildung/im Studium gelernt hast, setzt du heute wirklich ein? Und wieviel von deinen Aufgaben im Job hast du dir erst während des Jobs angeeignet? Wie sehr hat sich dein Arbeitgeber also deinen Beruf „ausgedacht“?
    Was er kann, kannst du auch.
  6. Menschenfreundliche Trends nehmen Einzug in die Arbeitswelt
    In der westlichen Welt haben wir einen Lebensstatus erreicht, der damit einhergeht, dass wir nicht mehr in die Höhe wachsen müssen (mehr Leistung, mehr Produktion, mehr Geld, etc.) sondern uns die Möglichkeit bietet in die Breite zu wachsen (mehr Zufriedenheit, mehr Gesundheit, mehr persönliche Entwicklung, etc.).
    Und es gibt immer mehr Menschen, die das für sich einfordern. Dieser Wertewandel und die zunehmende Digitalisierung bieten nicht nur ein paar Freigeistern die Möglichkeit „anders“ zu arbeiten und zu leben.
    Immer mehr Unternehmen folgen diesem Trend und ermöglichen eine freie Wahl der Arbeitszeit und des Arbeitsortes und die Möglichkeit die Karrierepläne an die persönlichen Lebensphasen anzupassen.
  • Wenn du mehr über den Wandel unserer Zeit erfahren möchtest, lade dir kostenlos mein eBooklet runter!

 

FAZIT:

Wir gehen unreflektiert davon aus, dass unser aktuelles Arbeitsmodell normal und richtig ist, weil es so gewachsen ist. Tatsächlich hat es sich erst in den letzten 200 Jahren zu diesem einengenden, ich möchte fast sagen versklavenden Modell entwickelt.

Glücklicherweise zeichnet sich ein Trend ab, der uns zu Lebens- und Arbeitsmodellen führt, die viel mehr zur menschlichen Beschaffenheit passen. Was auch die Art und Weise zeigt, wie die Menschen seit tausenden von Jahren gearbeitet haben.

Lass dich nicht beschränken von der Annahme, das klassische Arbeitsmodell sei das einzig Normale, das einzig Mögliche. Wenn du diese Annahme abschüttelst, bist du viel offener für die unzähligen Chancen, die dir unsere heutige Zeit bietet. Und du kannst etwas draus machen, was zu DIR passt.

Solltest du noch nicht so recht wissen, was zu dir passt, kann ich dir meinen eBook-Kurs empfehlen! Er bringt dich Schritt für Schritt an den Punkt, an dem du es erkennen wirst.

Bleib achtsam und nutze deine Chancen!

Deine Steffi

 

Wie stehst du zur Art, wie wir arbeiten? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

 

FINDE HERAUS, WIE DU GLÜCKLICHER LEBST ALS DER GROßTEIL DER MENSCHHEIT!

Hol dir jetzt dein kostenloses eBooklet und starte in eine schönere Zukunft.
Spam ist Mist. Deine Mailadresse wird nicht verkauft oder an Dritte weitergegeben.

Wer steht hinter Welt der Chancen?

Steffi

Hi, ich bin Steffi, 33, Zukunftsoptimist und sehe, dass sich unsere Welt verändert.
Mit offenen Augen und offenem Geist pick ich mir das Beste für mich raus.
Damit du das auch kannst, schreib ich hier über:
Lebensqualität, Persönlichkeit, Individualisierung, neue Lebensmodelle, neue Werte, Digitalisierung, Arbeit 4.0, …
Da ich seit über acht Jahren als Coach im Bereich Persönlichkeitsentwicklung und Karriere arbeite, habe ich außerdem das ein oder andere Tool parat, um dir den Weg etwas leichter zu machen.

Kommentar hinterlassen

2 Kommentare